Samstag, 29. März 2008

Quick-and-Dirty-Anleitung für Samba

Folgendes soll auf Basis einer mit Default-Einstellungen gemachten OpenSuse-10.3-Installation erreicht werden:

  • Freigeben eines physikalischen Ordners /public als \\servername\public im Netzwerk
  • Freigabe soll sich Windows-9x-artig verhalten, sprich Vollzugriff für jeden ohne irgendwelche Benutzernamen und Passwörter

Alle folgenden Schritte sind als Benutzer root auszuführen.

Schritt 1: Samba-Server installieren, falls noch nicht vorhanden
Per Befehl
  which smbd
wird geprüft, ob der Samba-Server schon installiert ist. Falls dies der Fall ist, lautet die Ausgabe des Befehls
  /usr/sbin/smbd

Bringt der Befehl keine Ausgabe, muss Samba noch per
--> YaST --> Software --> Software installieren oder löschen 
nachinstalliert werden.

Schritt 2: Startup-Scripte von Samba aktivieren
Es ist sinnvoll, Samba beim System-Start per (mitgelieferten) Init-Scripten /etc/init.d/smb und /etc/init.d/nmb automatisch starten zu lassen, dies macht man per chkconfig-Befehl:
  chkconfig smb on
  chkconfig nmb on

Schritt 3: Verzeichnis /public anlegen
Das geht so:
  mkdir /public
  chmod 777 /public

Schritt 4: Samba-Konfigurationsdatei anpassen
Im Abschnitt [global] der /etc/samba/smb.conf ist ein Eintrag
  security = share
hinzuzufügen sowie die Variable
  workgroup =
so anzupassen, dass sich der Linux-Server hinterher in einer evtl. bereits vorhandenen Arbeitsgruppe befindet.

Für die eigentliche Freigabe ist am Ende der /etc/samba/smb.conf ein zusätzlicher Abschnitt hinzuzufügen:
[public]
  path = /public
  quest ok = yes
  browseable = yes
  read only = no

Schritt 5: erstmaliger Samba-Start
entweder durch Reboot des Linux-Servers oder durch ausführen von
  rcsmb restart
  rcnmb restart

Schritt 6: Test des Shares von einem Windows-PC aus
Per --> Start --> ausführen --> \\servername\public [ENTER]
sollte man auf die Freigabe kommen.