Freitag, 28. Dezember 2007

Systemlautsprecher deaktivieren

Seit jeher nervig: die Piepgeräusche aus dem Systemlautsprecher, mit denen manche Anwendungen auf Fehleingaben reagieren, bei manchen Rechnern in einer derartigen Lautstärke, dass die Kollegen im Büro gleich mit erschrecken.

So deaktiviert man den Systemlautsprecher für die aktuelle Windows-Sitzung:
  net stop beep

Permanente Deaktivierung des Systemlautsprechers:
  sc config beep start= disabled

Freitag, 5. Oktober 2007

Outlook 2007 überraschend IMAP-freundlich

Mein derzeitiger Lieblings-E-Mail-Client ist ganz klar Mozilla Thunderbird. Ab und zu benutz ich jedoch (eher unfreiwillig...) MS-Outlook, um Kollegen im Büro weiterzuhelfen, die Outlook benutzen, "weil es jeder benutzt", und sich leider nicht dazu bewegen lassen, ebenfalls auf Thunderbird umzusteigen.

Dabei ist mir letzthin aufgefallen, dass Microsoft sich tatsächlich einige Mühe gegeben hat, mal über den Exchange-Tellerrand hinauszuschauen und endlich mal das offene IMAP-Protokoll vernünftig zu unterstützen.

Für IMAP-Benutzer war ja in bisherigen Versionen besonders ärgerlich, dass Ausgangskopien von E-Mails nur im lokalen Ordner "Gesendete Objekte" gelandet sind, was ja dem Grundgedanken von IMAP völlig zuwiderläuft. Durch Benutzung von Regeln konnte man in den alten Versionen zwar auch serverseitige Ausgangskopien erreichen, jedoch musste man daran auch denken. Outlook 2007 ist hier schlauer und weist den Benutzer gleich mit entsprechenden Dialogen auf die Thematik hin, sobald man die erste E-Mail versendet:

image

image

Eine schöne Sache, finde ich. Trotzdem bleib ich weiterhin überwiegend bei Thunderbird...

Sonntag, 30. September 2007

Aufruf des MS-eigenen Spyware-Removal-Tools

Einmal monatlich gibt es von Microsoft jede Menge Windows-Updates, die automatisch auf dem System eintrudeln und dann installiert werden wollen, üblicherweise ist dann auch eine neue Version von "Microsoft Windows-Tool zum Entfernen bösartiger Software" dabei. Aus unerfindlichen Gründen wird weder ein Startmenü- noch ein Desktop-Icon für das Programm angelegt. Über --> Start --> ausführen --> mrt.exe lässt sich das Programm aufrufen.

Größe der Vista-Desktop-Icons ganz schnell ändern

Bei einer frischen Vista-Installation werden die Desktop-Icons ja zunächst ziemlich groß dargestellt. Ganz bequem skalieren lassen sich die Icons, indem man bei gedrückter STRG-Taste am Mausrad dreht.

Sonntag, 19. August 2007

MySQLDumper, das praktikable Backup- und Restore-Tool

In meiner Freizeit bastle ich oft am Web-Auftritt eines Sportvereins (www.tsv-oberensingen.de) herum, in dem ich auch noch ein Ehrenamt hab (Leiter der Tischtennisabteilung). Dieser Web-Auftritt basiert auf dem freien, MySQL-basierten CMS TYPO3.

Bei größeren Experimenten mit dem System (die auch mal schiefgehen könnten...) kopier ich mir die Dateien aus dem Web Space sowie die MySQL-Datenbank aus der gehosteten Provider-Umgebung in eine lokale WAMP-Umgebung und hinterher (wenn ich weiß, dass alles tut) wieder zurück.

Der dateibasierte Teil des Datentransfers ist unproblematisch, mit Total Commander oder Filezilla lassen sich auch größere Verzeichnisbäume per FTP kopieren.

Ganz anders sieht es beim Backup und Restore der Datenbank aus. Da ich keinen SSH-Zugang zu dem gehosteten Server habe, kann ich hier keinen mysqldump direkt von der Kommandozeile aus machen und musste mich bisher immer mit dem vom Provider gestellten phpMyAdmin begnügen.

Leider ist phpMyAdmin weder zum Erzeugen großer Dumps noch um diese wiedereinzulesen wirklich geeignet, da es bei der Dump-Erzeugung in den bei PHP-Skripten üblichen 30-Sekunden-Timeout läuft und außerdem beim Einlesen von SQL-Files eine 16-MB-Grenze setzt. Als Workaround kann man dann alles in kleine Häppchen aufteilen (z.B. tabellenweise), aber das ist wirklich ein Riesenaufwand und kaum praktikabel.

Die Lösung des Problems brachte das freie Backup-/Restore-Tool MySQLDumper, das man von www.mysqldumper.de runterladen kann. Das Skript umgeht das Timeout-Problem dadurch, dass jeweils nur ein kleiner Teil der Daten gedumpt wird und es sich dann selber aufruft und an der Stelle fortsetzt, wo es war. Für den Benutzer ist der ganze Vorgang völlig transparent, er hat am Ende ein ZIP-File mit einem kompletten Dump der Datenbank.

Die Installation von MySQLDumper ist wirklich sehr einfach und komfortabel, man legt auf dem Web Space ein Unterverzeichnis mysqldumper an und entpackt alle Dateien der aktuellsten ZIP-Distribution dorthin, dann ruft man im Browser http://www.meinserver.de/mysqldumper auf, die Erst-Einrichtung geschieht dialoggeführt.

 

Weitere tolle Features:

  • Der Installer legt alle benötigten Unterverzeichnisse selber an, falls es beim ersten Versuch fehlschlägt, sogar alternativ unter Benutzung des FTP-Protokolls
  • MySQLDumper kann auch Dump-Files wiederherstellen, die mit anderen Programmen erzeugt wurden
  • Einrichtung des Verzeichnisschutzes direkt im MySQLDumper, kein Hantieren mit .htaccess usw. nötig
  • sehr aktives Support-Forum unter www.mysqldumper.de

Mittwoch, 4. Juli 2007

VNC-Server unter OpenSuse mit KDE einrichten

Zu 99 % komm ich beim Verwalten von Suse-Servern mit SSH und Webmin aus. Gerade nach Inbetriebnahme eines Servers aber, wenn noch das eine oder andere Paket mit YaST nachzuinstallieren ist, hätt ich manchmal schon gern den Komfort von KDE, ohne gleich an die Konsole hinlaufen zu müssen.

 

Grundsätzlich klappt das auch wunderbar per VNC, das entsprechende Server-Paket wird bei Suse gleich mit installiert und man kann den VNC-Server in einer SSH-Sitzung ganz einfach mit dem Befehl

vncserver

starten und sich dann vom Windows-Rechner aus (z.B. per UltraVNC Viewer) auf die Sitzung servername:1 verbinden.

Das Ergebnis sieht zunächst etwas belämmert aus, vom gewünschten KDE-Desktop keine Spur zu sehen:

image

Aber keine Panik, dies lässt sich schnell korrigieren, indem man die Datei /root/.vnc/xstartup korrigiert, die letzte Zeile

twm &

wird geändert in

kde &

Man startet den VNC-Server dann nochmal und kann sich nun auf die neu erzeugte Session servername:2 verbinden und hat dann KDE mit allem Schnickschnack:

image

Sonntag, 1. Juli 2007

Endlich ein Vista-kompatibles VNC

Für Remote-Unterstützung innerhalb eines LANs benutz ich seit jeher VNC (für externe Fernwartungen nehm ich TeamViewer, dazu wird noch ein Blog-Eintrag folgen...).

Leider musste ich bei meinen ersten "Gehversuchen" mit Vista gleich feststellen, dass die Server-Komponenten der diversen VNC-Varianten allesamt nicht dazu zu bewegen waren, als Dienst unter Vista zu laufen. Eigentlich sehr erstaunlich, Vista war ja schon sehr lange vor dem offiziellen Verkaufsstart als Preview verfügbar und man könnte meinen, die VNC-Entwickler hätten genug Zeit gehabt, VNC Vista-fähig zu machen...

Wie auch immer: mittlerweile gibt es hier http://www.uvnc.com/download/ ein Vista-fähiges VNC, das zwar als Beta bezeichnet wird, meiner Erfahrung nach aber einwandfrei funktioniert.

Für die technisch Interessierten wird auf der UltraVNC-Web-Site erläutert, wo die Schwierigkeiten bei der Vista-Portierung lagen (kurz zusammengefasst nämlich an diversem "Sicherheitsgedöns"):
http://www.uvnc.com/vista/

Donnerstag, 31. Mai 2007

Windows Live Writer - Blog per Desktop-Applikation schreiben

Wer seine Blog-Einträge lieber über ein lokal installiertes Programm pflegen möchte statt mit dem Browser, sollte mal nach "Windows Live Writer" googeln. Dieser Beitrag ist übrigens auch mit dem Live Writer verfasst worden, wie man sieht, kommt er auch mit blogspot.com gut zurecht, ist also nicht auf die MS-eigenen Blog-Plattformen beschränkt.

Freitag, 25. Mai 2007

Mit vmware-mount.exe Dateien in eine "ruhende" VM kopieren

Mit vmware-mount.exe kann man die Festplatte einer (abgeschalteten) virtuellen Maschine auf einen Laufwerksbuchstaben des Host-Systems mounten.

Beim kostenlosen VMware Server liegt die vmware-mount.exe unter c:\program files\vmware\vmware server, mit
vmware-mount /?
findet man die korrekte Syntax zum Mounten heraus.

Nützlich ist diese Funktion zum Beispiel dann, wenn sich die virtuelle Maschine nicht booten lässt (je nach Vorgehen kommt das bei P2V-Migrationen manchmal vor) und man per Dateimanipulation Reparaturen vornehmen möchte, z.B. Tausch der hal.dll usw.

Freitag, 18. Mai 2007

Midnight Commander auch über Putty vernünftig benutzen

Der Midnight Commander ist ein Norton-Commander-Clone für Linux-Systeme. Ich benutze das Programm schon seit Jahren unter Linux, habe mich bisher dabei aber auf die Arbeit direkt an der Konsole beschränkt, da die ganzen Funktionstasten wie F5 (Dateien kopieren), F7 (Verzeichnisse erstellen), F10 (Midnight Commander beenden) in den gängigen SSH-Clients wie z.B. Putty nicht zur Verfügung standen.

Seit kurzem bin ich jetzt schlauer und weiß, dass es einen vernünftigen Workaround gibt, um den mc auch in einer Putty-Sitzung nutzen zu können, man benutzt statt der Funktionstasten einfach eine ESC-plus-Nummerntasten-Kombination, Beispiele:
ESC 0 --> mc beenden
ESC 5 --> Datei kopieren
ESC 7 --> Verzeichnis anlegen

Freitag, 11. Mai 2007

Vista: wo ist denn telnet.exe und winhlp32.exe geblieben?

Sicherlich bin ich nicht der einzige Vista-Neuling, der einige altbekannte Dinge vermisst.

Beim Einsatz älterer Applikationen, deren Online-Hilfe im HLP-Format bereit steht, zeigt sich schnell, dass Vista HLP-Files mangels winhlp32.exe gar nicht mehr öffnen kann. Die fehlende winhlp32.exe für Vista gibt es als Download von Microsoft:
http://tinyurl.com/2udtxe

Ebenfalls vermisst habe ich zunächst das Kommando telnet in der DOS-Box. Zwar werden die meisten Unix- und Linux-Server heute per SSH und nicht mehr per Telnet bedient, aber für Dinge wie das Testen der Erreichbarkeit eines SMTP-Servers ist Telnet immer noch brauchbar.

So wird Telnet nachinstalliert :
-> Systemsteuerung -> Programme und Funktionen -> Windows-Funktionen ein- oder ausschalten -> Telnet-Client ankreuzen -> OK

Donnerstag, 10. Mai 2007

Nervige Meldungen des Vista-RDP-Clients loswerden

Der in Vista enthaltene RDP-Client nervt beim Verbinden zu Win-2000- und Win-2003-Terminalservern mit Meldungen wie dieser:


Los wird man die Meldung mit einem Registry-Hack:

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Terminal Server Client]
"AuthenticationLevelOverride"=dword:00000000

Sonntag, 22. April 2007

UnknownDevices - sehen, was sich tatsächlich hinter "unbekannten Geräten" verbirgt

Sicherlich kennt jeder, der Windows (egal, ob 2000, XP oder Vista) schonmal auf einem PC installiert hat, die dumme Situation, dass manche Geräte mangels Windows-eigenem Treiber nicht funktionieren und mit einem gelben Ausrufezeichen im Gerätemanager erscheinen. Wenn man weiß, welche Hardware genau verbaut ist und die Treiber-CD des Herstellers bzw. eine Download-URL greifbar hat, ist das Problem schnell gelöst. Oftmals ist aber gar nicht bekannt, von welchem Hersteller die Grafik- oder Netzwerkkarte stammt, die in einem PC drinsteckt. Abhilfe schafft hier das Tool UnknownDevices, das kostenlos von http://www.halfdone.com/Development/UnknownDevices/
geladen werden kann. Das Programm läuft auch von USB-Sticks und zeigt üblicherweise genug Informationen an, um Hersteller und Typ eines PCI-Gerätes zu erkennen. Über Treiber-Portale wie www.treiber.de ist der korrekte Treiber dann meistens schnell gefunden.

Dienstag, 27. März 2007

Mal "schnell" ein PDF öffnen...

Ich habe bei der Installation von Software auf neuen Windows-Servern öfters das Problem, dass ich in einem PDF-basierten Handbuch was nachlesen muss. Leider ist dann meistens kein geeignetes Programm zum Öffnen installiert.

Vor der Installation des Standardprogramms Adobe Reader 8.0 schrecke ich meistens zurück, die Installation ist inzwischen so langwierig wie bei einem ausgewachsenen Office-Programm.

Zum Glück gibt es inzwischen USB-Stick-fähige Alternativ-Viewer, die man immer mit sich rumtragen kann:
Foxit Reader, http://www.foxitsoftware.com/pdf/reader_2/down_reader.htm
Sumatra PDF, http://fastdl.org/SumatraPDF-0.6.zip

Dienstag, 20. März 2007

PATH-Variable pflegen mit pathman.exe

Die PATH-Variable von Windows kommt überall dort ins Spiel, wo Kommandozeilen-basierte Programme eingesetzt werden, Beispiel: der Befehl mysql des gleichnamigen OpenSource-DBMS.

Die meisten MySQL-Installer pflegen die PATH-Variable nicht, so dass man Dinge wie
c:
cd \Programme\mysql\bin
mysql
eintippen muss.

Ich beschäftige mich selber intensiv mit der unbeaufsichtigten Installation von Programm-Paketen und das korrekte Setzen der PATH-Variable per Skript / Batch ist hier immer wieder ein Thema.

Ein sehr geschicktes Tool in dem Zusammenhang ist die Freeware pathman.exe von Microsoft, Download:
http://download.microsoft.com/download/win2000platform/pathman/1.00.0.1/nt5/en-us/pathman_setup.exe

Die Stärke des Programms liegt darin, dass nicht nur neue Pfade zu %PATH% hinzugefügt werden können, sondern auch bereits "vermurkste" PATH-Variablen korrigiert werden können. Beispiele für PATH-Probleme, die sich bei PCs im Lauf der Zeit ansammeln können:
  • zwei Strichpunkte hintereinander
  • gleiches Verzeichnis mehrmals in %PATH%
Beispiele für die Anwendung von pathman.exe:
  • pathman /as c:\Programme\myprog
    Verzeichnis zum System-PATH hinzufügen
  • pathman /au c:\Programme\myprog
    Verzeichnis zum User-PATH hinzufügen
  • pathman /rs c:\Programme\myprog
    Verzeichnis aus System-PATH entfernen (ggf. auch mehrere Vorkommen)
  • pathman /ru c:\Programme\myprog
    Verzeichnis aus User-PATH entfernen (ggf. auch mehrere Vorkommen)
Doppelte Strichpunkte werde übrigens bei jedem der vier Beispiele automatisch korrigiert.

Mittwoch, 14. März 2007

Große Dateien / Verzeichnisse unter Linux finden

So finde ich "Platzfresser" auf einem Linux-Server:
Anmelden als root
ins Verzeichnis / wechseln
Befehl
du -m | sort -n | tail -n 10

ausführen -> Auflistung der 10 größten Verzeichnisse mit Plattenbelegung

Ggf. in das größte der aufgelisteten Verzeichnisse wechseln und dort den Befehl noch mal wiederholen.

Mich würde selber interessieren, ob es für Linux auch GUI-Tools wie die unter Windows beliebten Programme SpaceView, TreeSize, OverDisk etc. gibt, um große Verzeichnisse zu ermitteln. Falls jemand was in der Richtung kennt, bitte ruhig als Kommentar posten.

Mittwoch, 7. März 2007

Mein allererster Blog-Eintrag

Hier sollen zukünftig Tipps für Systemadministratoren erscheinen. Zunächst muss ich mal ausloten, ob ich mit blogger.com überhaupt klarkomme (bin beim Thema Blogging absoluter Neuling). Also bitte nicht wundern, wenn es ein paar Tage dauert, bis hier was ernsthaftes erscheint...