Sonntag, 12. November 2017

MediaHuman Audio Converter - FLAC nach MP3 ganz einfach

Hatte schon divese Audio Converter ausprobiert, aber den hier find ich besonders geschickt:
MediaHuman Audio Converter, Download-Adresse https://www.mediahuman.com/de/audio-converter/

Hervorzuheben:
  • aufgeräumte Programmoberfläche
  • Programm bringt mit alles mit, also nicht noch irgendwelche zusätzlichen MP3-Encoder oder ähnliches zu installieren
  • sehr einfaches Aufsplitten in Einzel-MP3-Dateien, wenn ein Album als eine große FLAC-Datei und CUE-Datei vorliegt

In den Einstellungs-Dialogen hab ich festgelegt, dass 320-kbps-MP3s das Zielformat sein sollen, dass Quell- und Zielordner gleich sein sollen und eine Benachrichtigung nur im Fehlerfall oder bei Komplett-Fertigstellung erfolgen soll (und nicht für jedes einzelne Lied).




Die FLAC-Datei zieht man aus dem Windows-Explorer ins Hauptfenster der Anwendung, dabei wird erkannt, dass auch eine CUE-Datei vorhanden ist und angeboten, eine Aufsplittung in Einzel-Titel vorzunehmen. Nach Erzeugung der einzelnen MP3s poppt aus dem Windows-10-Systray eine Benachrichtigung hoch (keine Ahnung, wie das bei Windows 7 aussehen würde...).




Samstag, 15. November 2014

Mit Detox verhunzte Dateinamen (entpackte Pyload-Downloads) auf dem NAS reparieren

Ich schätze mal, ich bin nicht der einzige, der sein QNAP-, Synology- oder sonstiges NAS auch oder vor allem als Download-Station benutzt und hierzu wiederum Pyload im Einsatz hat.

Ich vermute, es liegt an der UnRAR-Funktion von Pyload, dass nach dem Herunterladen im Download-Ordner auf dem NAS manchmal Dateien sind, die sich per Samba nicht öffnen oder woanders hin kopieren lassen. Da, wo deutsche Umlaute rauskommen sollten, entstehen seltsame Sonderzeichen und die Dateien sind dann weder per Samba noch per FTP noch per SSH-Datei-Transfer zugreifbar.

Händisch per cd jedesmal in das entsprechende Verzeichnis zu wechseln und die Problem-Datei(en) per mv umzubenennen ist sehr umständlich. Eine gute Abhilfe schafft hier das Linux-Kommandozeilen-Programm detox:  http://detox.sourceforge.net

Zunächst installiert man auf dem NAS diverse Entwickler-Tools, die man dann zum Kompilieren / Installieren der Anwendung braucht:
ipkg install gcc
ipkg install make
ipkg install grep
ipkg install flex


Dann wird das Paket heruntergeladen, entpackt und kompiliert / installiert:
cd /tmp
wget http://skylink.dl.sourceforge.net/project/detox/detox/1.2.0/detox-1.2.0.tar.bz2
bunzip2 detox-1.2.0.tar.bz2
tar -xvf detox-1.2.0.tar
cd detox-1.2.0
./configure
make
make install


Anwendungsbeispiel:
/usr/local/bin/detox -r -v /share/HDA_DATA/Download
Das bedeutet: im (Pyload-)Download-Ordner und allen Unterordnern (Schalter -r = rekursiv) problematische Zeichen aus Dateinamen entfernen und dabei auch am Bildschirm ausgeben, welche Dateinamen geändert werden (-v = verbose Modus).

Automatisieren lässt sich das ganze per Cronjob oder aber man macht sich auf seinem Windows-PC zum bequemen Aufruf einen Batch, der etwa so aussieht und ein installiertes Putty inkl. plink voraussetzt:
"c:\program files (x86)\putty\plink.exe" NAME_ODER_IP_DES_NAS -P 22 -ssh -l DER_NAS_BENUTZER -pw DAS_NAS_PASSWORT -v /usr/local/bin/detox -r -v /share/HDA_DATA/Download

(Das fett gedruckte ist eine Zeile, wird evtl. von Blog-Software / Browser umgebrochen.)

Achtung: es muss natürlich jeder selbst wissen, ob man auf ein Verzeichnis mit möglicherweisen tausenden von Dateien dieses Programm loslässt!!!
Also im Zweifelsfall erstmal mit kleineren Ordnern probieren und auch die READMEs auf der Projektseite lesen.

Was mich selber etwas nervt bzw. wo Detox mehr macht, als ich gern hätte, ist der Umgang mit Leerzeichen. Diese sind für Samba und andere Netzwerkzugriffe gar kein Problem, werden von Detox aber trotzdem als problematisch betrachtet und durch Unterstriche ersetzt. Wenn also jemand rausfindet, wie man ihm das abgewöhnt, bitte gerne in die Kommentare reinschreiben.




Samstag, 2. Juli 2011

Asus RT-N56U, automatisierter Reconnect für JDownloader

Zum JDownloader muss man wahrscheinlich nicht viel sagen, die Anwendung dürfte bei Benutzern von Sharehostern einer der beliebtesten Download-Manager sein.

Eine Frage, die sich für jeden JDownloader-Benutzer stellt (wenn er nicht gerade bei jedem Hoster einen Premium-Account hat), lautet: “Wie bringe ich meinem Router bei, sich eine neue, externe IP zu holen?”

Bei meinem Router Asus RT-N56U ist eine mögliche Lösung ein automatisierter Telnet-Aufruf.

In der Web-Oberfläche des Routers wird der Telnet-Zugang aktiviert:image

Danach kann man per “telnet router-ip” eine Telnet-Verbindung  in der DOS-Box zum Router aufbauen (Zugangsdaten sind die gleichen wie für die Web-Oberfläche), landet in einer Linux-Command-Shell (die Router-Firmware basiert auf Linux) und kann dort per Kommando “reboot” den Router neu starten:
image

Hinweis: bei Win-Vista und Win-7 wird der Telnet-Client nicht automatisch installiert, ist ggf. über 
–> Systemsteuerung –> Programme und Funktionen –> Windows-Funktionen aktivieren oder deaktivieren
hinzuzufügen.

Ein Aufruf von www.wieistmeineip.de vor und nach der Aktion zeigt, dass sich die externe IP tatsächlich verändert hat (nach dem Router-Reboot ggf. ein oder zwei Minuten warten, denn das WLAN ist logischerweise eine Weile weg).

Nun muss der ganze Vorgang natürlich noch automatisiert werden. Einen vernünftigen Freeware-Telnet-Client für Windows, der batch-fähig ist, konnte ich nicht finden, daher hab ich mir mit AutoIt ein Bildschirm-Makro erstellt, das die Windows-eigene telnet.exe startet und ihr die benötigten Tastatur-Eingaben unterjubelt. Folgender Quellcode (Router-IP und Passwort natürlich anzupassen) wird als Datei reconnect_asus_router.au3 abgespeichert:

Run("telnet 192.168.2.1")
Sleep(3000)
WinWaitActive("Telnet 192.168.2.1")
Send("admin")
Send("{ENTER}")
Sleep(3000)
Send("hier_steht_das_Passwort")
Send("{ENTER}")
Sleep(3000)
Send("reboot")
Send("{ENTER}")
WinClose("Telnet 192.168.2.1")

Per –> Rechtsklick –> Compile Script kann man sich auch eine reconnect_asus_router.exe daraus erstellen, die dann auch auf Windows-Rechnern ausführbar ist, auf denen keine AutoIt installiert ist.

Unter Linux gibt es für kommandozeilenbasierte Anwendungen wie telnet, ftp usw. ein Automatisierungstool namens expect.

Unter Ubuntu geht die Installation von expect so:
sudo apt-get install expect
sudo apt-get install expect-dev

Man kann ein expect-Skript für die Automatisierung von telnet auch “von Hand” erstellen, meine Versuche diesbezüglich waren aber nicht von Erfolg gekrönt. Es wird wohl schon seinen Grund haben, dass es ein 600-seitiges Buch über expect gibt…

Zum Glück gibt es aber autoexpect, damit kann man die telnet-Sitzung zum Asus-Router inkl. reboot-Befehl in ein expect-Skript aufzeichnen lassen. Das geht so:

1. Pfeil: autoexpect wird aufgerufen, der –f Schalter gibt an, dass das aufgezeichnete Skript reconnect_asus_router.sh heißen soll, das “telnet 192.168.2.1” gibt an, dass eine telnet-Sitzung auf diese IP-Adresse aufgezeichnet werden soll.

2. Pfeil: autoexpect gibt die Info aus, dass die Skript-Aufzeichnung gestartet wurde

3. Pfeil: Asus-Router fragt nach login, es wird eingegeben

4. Pfeil: Asus-Router fragt nach Passwort, es wird eingegeben

5. Pfeil: am Kommandoprompt des Routers wird der reboot-Befehl ausgeführt

6. Pfeil: einmal ENTER-Taste führt zum Schließen der Telnet-Sitzung

7. Pfeil: autoexpect gibt die Info aus, dass die Skript-Datei aufgezeichnet wurde und beendet sich

2

Auf diese Weise wurde ein Skript erzeugt, dass sich mit ./reconnect_asus_router.sh aufrufen lässt und zum Reboot des Asus-Routers führt.

So sieht das Skript aus:

set timeout -1
spawn telnet 192.168.2.1
match_max 100000
expect -exact "Trying 192.168.2.1...\r
Connected to 192.168.2.1.\r
Escape character is '^\]'.\r
\r\r
RT-N56U login: "
send -- "admin\r"
expect -exact "admin\r
Password: "
send -- "hier_steht_das_passwort\r"
expect -exact "\r
\r
\r
BusyBox v1.12.1 (2011-05-11 17:19:46 CST) built-in shell (ash)\r
Enter 'help' for a list of built-in commands.\r
\r
# "
send -- "reboot\r"
expect -exact "reboot\r
# "
send -- "\r"
expect eof

Im JDownloader wird das Reconnect-Skript so hinterlegt:3

Donnerstag, 23. Juni 2011

Web- und Samba-Zugriff auf Android-Handy automatisch starten, sobald es am Ladekabel hängt

Ein Android-Feature, das ich besonders gerne mag, ist die Möglichkeit, über das heimische oder Büro-WLAN auf die Daten auf der SD-Karte zuzugreifen oder Funktionen des Handys zu nutzen.

Mit Remote Web Desktop kann man per Browser-Aufruf http://ip-adresse:8080 auf Android zugreifen und dann recht bequem (im Vergleich zur Touchscreen-(Ver)tipperei auf dem Handy) SMS verschicken und Screenshots erstellen (braucht root). Mit dem Remote Control Add-on lässt sich Remote Web Desktop noch um eine VNC-basierte Fernwartung erweitern (braucht root).

Mit Samba Filesharing kann man die Daten der SD-Karte so freigeben, dass sie in der Netzwerkumgebung von Windows sichtbar sind. Natürlich kann man sein Telefon auch per USB-Kabel mit dem PC verbinden und dann wie auf eine USB-Platte im Windows-Explorer zugreifen. Nur wer will schon den Kabelsalat, wenn er mit dem Notebook auf dem Sofa sitzt…? Üblicherweise hängt das Handy bei mir anderswo in der Wohnung an der Steckdose.

Was mich anfangs nervte: durch die per DHCP zugewiesenen Adressen wechselte gelegentlich die LAN-IP-Adresse, so dass ich vor dem Zugriff vom PC aus immer erst auf dem Handy-Display schauen musste, welche IP gerade aktuell war. Lässt sich bei den meisten WLAN-Routern dadurch lösen, dass man im DHCP-Server einstellt, für die MAC-Adresse des Handys immer die gleiche IP zu vergeben, bei meinem Asus RT-N56U geht das so:

image

Ebenfalls nervig am Anfang: immer erst das WLAN aktivieren und die Fernzugriffsprogramme starten müssen. Ist aber gar nicht nötig, wenn man mit Hilfe von PowerFi dafür sorgt, dass das WLAN immer dann eingeschaltet wird, wenn das Handy am Strom hängt…

image

… und bei Remote Web Desktop einstellt, dass es sich in bestimmten WLANs automatisch aktiviert:

image

Samba Filesharing verhält sich eh von Haus aus so, dass es sich bei aktiviertem WLAN startet.

Sonntag, 7. November 2010

HTC Desire, wie man einen Schubladen-Vertrag *nicht* abschließen sollte

Ich hatte mich seit Mai 2010 mit dem Gedanken getragen, mein betagtes Win-Mobile-Telefon, das schon einige Aussetzer zeigte, durch ein Android-Smartphone zu ersetzen. Durch die vielen positiven Amazon-Rezensionen und anderweitigen Testberichte war schnell klar, dass es ein HTC Desire sein sollte.

Als ich dann in Caschys Blog und anderen Foren davon las, dass man durch Abschluss eines Schubladen-Vertrags bei T-Mobile sehr günstig an das Desire kommen kann, wollt ich natürlich gleich zuschlagen.

Leider ging das Ganze bei mir gründlich in die Hose. Kurzzusammenfassung für die, die nicht den ganzen Roman lesen wollen: am 30.06.10 per Fax den Vertrag mit T-Mobile abgeschlossen, am 23.09.10 entnervt gekündigt, weil das Handy ums Verrecken nicht geliefert wurde, dazwischen jede Menge E-Mails und Telefonate mit T-Mobile. Ende September hab ich das Teil dann ganz regulär für 399,- EUR in einem Mediamarkt gekauft. Schlussfolgerung für die Zukunft: so eine Schubladen-Vertrags-Aktion kann man ruhig machen, die zahlreichen Erfolgsmeldungen in den Foren und Blogs zeigen ja, dass das grundsätzlich funktioniert, ABER: bloß nicht drauf einlassen, dass das Gerät "später" nachgeliefert wird. Ich würde so etwas zukünftig nur noch direkt im Laden machen und nur noch, wenn ich das Teil *sofort* mitnehmen kann. (Oder aber man drückt halt in Gottes Namen die Kohle ab, die das Teil regulär kostet, klar wären die ca. 130 Euronen prozentual eine Riesenersparnis gewesen, aber letztendlich entspricht es ja auch nur 2 Tankfüllungen beim Auto...)

Für die Geduldigen jetzt die ganze Story im Detail:
01.06.10: ich les in Caschys Blog von der Möglichkeit mit dem Schubladen-Vertrag und durchsuche die nächsten Wochen eifrig diverse Foren nach Erfahrungen mit solchen Schubladen-Verträgen. Vor allem lese ich, dass die Masche nicht in jedem T-Punkt funktioniert und viele Leute mehrere T-Punkte aufsuchen, bis es klappt. Daher erschien mir die hier...
http://www.pocketpc.ch/htc-desire-kauf-provider/93101-htc-desire-fuer-ca-286-fuer-adac-mitglieder-11.html#post620109
... erwähnte Methode, eine E-Mail mit der Bitte um Rückruf an den Geschäftskundenservice von T-Mobile zu schreiben, verlockend. Klar klang das gut, denn wozu soll ich von T-Punkt zu T-Punkt latschen, wenn das das doch alles schön von zu Hause aus und per Versand auch geht? Ein verhängnisvoller Denkfehler von mir, wie sich noch zeigen sollte.

26.06.10: ich schreibe eine E-Mail an den Geschäftskundenservice von T-Mobile, dass ich gern das HTC Desire mit Rahmenvertrag erwerben will.

30.06.10: ich bekomme einen Rückruf von T-Mobile, ein freundlicher Mitarbeiter geht alles telefonisch mit mir durch, weist mich darauf hin, dass das Telefon evtl. erst Anfang August geliefert werden kann, ich akzeptiere das. Er faxt mir einen Vertrag zu, ich faxe diesen unterschrieben zurück und bin guter Hoffnung, in ein paar Wochen das ersehnte HTC Desire zu haben.

04.08.10: da das Desire noch nicht da ist (Unterlagen und SIM-Karte kamen natürlich schon Anfang Juli), rufe ich bei T-Mobile an. Ein Mitarbeiter sagt mir, dass es derzeit gar keine Desires mehr gäbe, dass HTC Probleme mit den AMOLED-Displays hätte und die die Produktion auf SLCD umstellen, über den Liefertermin der SLCD-Variante kann er mir nichts sagen. Er fragt mich, ob ich das Desire in SLCD-Variante denn (nochmal) bestellen will, ich bejae das. Ab jetzt hatte ich schon ein komisches Gefühl bei der Sache, denn was wäre gewesen, wenn ich nicht angerufen hätte und meine Bestellung nochmal bestätigt hätte...?

10.08.10: E-Mail von T-Mobile: "...Es ist soweit: Ihr gewünschtes Produkt HTC Desire (SLCD) ist verfügbar..."
ich schöpfe wieder Hoffnung...

15.08.10: bin der Meinung, dass ein Paket eigentlich keine 5 Tage unterwegs sein sollte und ruf nochmal an bei denen. Ein T-Mobile-Mensch sagt mir, dass Teil wär schon so "gut wie auf dem Laster" und spätestens übermorgen bei mir, meine Vorfreude ist groß...

27.08.10: "übermorgen" ist schon lang vorbei, das Desire hab ich immer noch nicht. Ich schreibe eine E-Mail an T-Mobile und frage, ob ich das ganze dadurch beschleunigen könnte, indem ich einen T-Punkt ausfindig mache, der das Desire vorrätig hat.

06.09.10: E-Mail-Antwort von T-Mobile: "Sie haben die Möglichkeit in einen Telekom Shop zu gehen und das Gerät dort zu besorgen. Es muss hierzu die Bestellung über Servicecenter storniert werden. Bitte klären Sie daher vorher mit dem Mitarbeiter im Telekom Shop, ob diese die Möglichkeit haben, Ihnen das Gerät direkt mit zugeben. Erst dann können wir den Auftrag bei uns stornieren. Gerne können uns die Kollegen hierzu anrufen."
Noch am selben Tag mache ich einen T-Punkt ausfindig, der das Desire hat, fahre mit der ausgedruckten E-Mail von T-Mobile dort hin und hoffe, dass die Jungs im Shop das Vertragliche mit den Jungs von der T-Mobile-Zentrale klären. Naiv, wie ich bin, denke ich, dass Angestellte des gleichen Unternehmens das untereinander abklären können müssen, leider weit gefehlt. Die (sehr bemühte!) Mitarbeiterin im Shop ruft beim Geschäftskundensupport an und stößt bei dem Mitarbeiter dort offenkundig auf Granit, ich übernehme im Laden des Telefonat mit dem Mitarbeiter an der Hotline. Der erklärt mir sinngemäß folgendes: ich müsste den ursprünglichen Vertrag kündigen, mit dem T-Punkt dann einen neuen abschließen, das Kündigen des ursprünglichen Vertrags geht aber nur schriftlich und es könnte dann passieren (da ja die Rücktrittsfrist schon überschritten ist), dass die Kündigung nicht durchgeht. Ich würde dann Gefahr laufen, 2 Verträge am Hals zu haben und somit 2 Desires (das eine, dass ich im Laden mitnehmen würde und das andere, das zu welchem Zeitpunkt auch immer noch per Post käme).
Frustriert verlasse ich den Laden ohne neuen Vertrag und ohne Desire, denn 2 Telefone und Verträge wollte ich ja auch nicht haben, ich beschließe also, weiter auf die Lieferung des Telefons per Post zu warten.

07.09.10: ich ruf nochmal bei T-Mobile an, um mich über die Vorgänge des Vortags zu beschweren und um wiederum nachzufragen, wann mit einer Lieferung zu rechnen ist. Zu meinem Erstaunen teilt mir der Mitarbeiter mit, dass ich "ja gestern *telefonisch* den Vertrag gekündigt" hätte. Hatte ich a) nicht gemacht und b) hatte mir der Mitarbeiter vom Vortag ja gesagt, dass das nur *schriftlich* ginge. Ich erzähle dem Mitarbeiter, den ich jetzt dran hatte, dass ich das Telefon *weiterhin* haben will und keine Rede sein kann von Kündigung.

10.09.10: Brief von T-Mobile: "...wie Sie uns mitgeteilt haben, möchten Sie erneut das HTC Desire bestellen... Der nächste Wareneingang wird voraussichtlich in der Kalenderwoche 40 erfolgen... Wenn Sie ein anderes Gerät wünschen, dann teilen Sie uns das bitte mit"
KW 40 wäre übrigens die Woche vom 04.10.10 - 10.10.10 gewesen. Die Formulierung "...Wareneingang wird voraussichtlich ... erfolgen" ist natürlich sehr schwammig, selbst wenn bei T-Mobile neue Geräte eintreffen, heißt das ja noch lange nicht, dass ich eines von diesen bekomme, es ist für mich ja nicht transparent, *wo* ich in der Warteschlange stehe. Insofern ist natürlich der Hinweis "...wenn Sie ein anderes Gerät wünschen..." interessant, da z.B. das Samsung Galaxy S I9000 auf der T-Mobile-Homepage auch erwähnt wird, mir das Gerät auch recht interessant erscheint und ein Kollege im Büro mir sein Samsung Galaxy gezeigt hat.

13.09.10: ich schreibe denen eine E-Mail: "...könnten wir den Auftrag auf ein Samsung Galaxy S I9000 umändern? Selbstredend käme das für mich nur dann in Frage, wenn dieses Telefon dann ohne Wartezeiten lieferbar ist..."

23.09.10: bekomme auf meine Anfrage bzgl. Auftragsänderung auf ein Samsung Galaxy zwar keine Antwort, dafür aber diesen Brief: "Wir haben Ihre Kündigung erhalten... Sie haben uns mitgeteilt, dass Sie Ihren Auftrag... zurückziehen möchten - schade, wir hätten Sie gern als Kunden gewonnen".
Zwar hatte ich (einmal mehr) überhaupt nicht gekündigt, komme jedoch zum Schluss, dass ich jetzt wirklich nichts mehr von denen haben will und widerspreche dem Schreiben daher nicht.

25.09.10: ich kaufe mir das Desire für 399,- EUR bei Mediamarkt, bin sehr zufrieden damit.

26.09.10: sehe auf meinen Konto-Auszügen, dass mir T-Mobile 1,61 EUR abgebucht hat, im Buchungstext steht die Vertragsnummer des soeben "gekündigten" Vertrags drin. Bei dem ganzen durchgemachten Stress könnt ich den Mini-Betrag natürlich auch verschmerzen, ich reklamiere trotzdem per E-Mail, einfach nur so aus Hass...
Entschuldigungsschreiben und Rücküberweisung kommt tatsächlich schon paar Tage später, Respekt, eine solide Leistung von den Jungs (-:

03.11.10: nochmal eine E-Mail von T-Mobile, in der sie sich dafür entschuldigen, sich noch nicht bzgl. Samsung Galaxy gemeldet zu haben, bedauern, dass ich gekündigt habe und fragen, ob sie noch was für mich tun könnten.
Kurz überlegt, ob ich denen noch ein paar warme Worte als Antwort schicke, hab es dann aber gelassen.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Thunderbird – mit Stationary für eine durchgängige Schriftart in HTML-E-Mails sorgen

Am Thema HTML vs. Plaintext in E-Mails scheiden sich ja bekanntlich die Geister, ich will das Für und Wider beider Optionen jetzt nicht langwierig durchkauen. Ich selbst bevorzuge Plaintext, wann immer möglich, manchmal sind HTML-E-Mails aber unumgänglich oder auch von konkretem Nutzen:

  • mein Arbeitgeber wünscht dies bei E-Mails, die zum Kunden gehen
  • bebilderte Anleitungen per E-Mail gehen halt nur mit HTML

Nun aber zum eigentlichen Thema: mein bevorzugtes E-Mail-Programm Thunderbird verhält sich ziemlich blöd, was Schriftarten in HTML-E-Mails betrifft. Als Schriftart will ich Arial benutzen und habe dies entsprechend in den Optionen eingestellt:

image

Wenn ich nun beim Verfassen einer Nachricht etwas eintippe, erscheint der Text in Arial, aber sobald ich eine Aufzählungsliste oder nummerierte Liste einfüge, ändert sich die Schriftart:

image

image

Gleiches Problem auch beim Einfügen von Screenshots aus der Zwischenablage, nach dem Screenshot wechselt die Schriftart:

image

Wie man im Bugtracker von Mozilla sieht, ist der Fehler bereits seit 2004 bekannt und bis zum heutigen Tag nicht behoben. Den für mich hilfreichen Hinweis fand ich im Kommentar Nr. 145 zu dem Bug, ich habe mir das Addon Stationary installiert, mir eine HTML-Datei folgendes Inhalts…

<div bgcolor="#ffffff" text="#333333"
style="font-family:Arial;font-size:10pt">
<span id="_AthCaret"><!-- initial cursor placement -->cursor</span>
<br>
</div>

…erstellt und diese in den Stationary-Optionen als Template hinterlegt:

image

Von nun an wird die Schriftart nicht mehr durcheinandergebracht, wenn man Aufzählungen oder Screenshots in E-Mails einfügt.

Dienstag, 12. Januar 2010

Firefox-Addon “Search Site” hilft bei Websites ohne vernünftige eigene Suchfunktion

Wenn man Informationen nur auf einer bestimmten Website sucht, dürfte der übliche Weg sein, diese Website zu besuchen und die dort (hoffentlich) vorhandene Suchfunktion zu benutzen. Hierbei ist immer wieder festzustellen, dass

  • Suchboxen auf Websites keine Treffer liefern, obwohl man genau weiß, dass der Suchbegriff irgendwo auf der Website vorkommen muss
  • insbesondere in Diskussionsforen die Suchfunktion oft sehr eingeschränkt ist (man muss zwischen 2 Suchen 30 Sekunden warten, nicht registrierte Board-Besucher können nur nach Eingabe eines Captchas eine Suche starten usw.)

Für den fortgeschrittenen Internet-Benutzer bietet es sich an, statt der Site-internen Suchfunktion auf die Suche von Google und deren Parameter +site:www.name_der_site.de zurückzugreifen, aber erstens kennt den nicht jeder und zweitens ist das auf Dauer auch unbequem.

Abhilfe schafft das Firefox-Addon “Search Site”, das die Standard-Suchbox von Firefox um ein zusätzliches Lupensymbol ergänzt. Wenn man auf die linke Lupe klickt, wird der +site:... Parameter entsprechend befüllt an Google übergeben.

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Download des Addons:
https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/14381